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Medienwerbung

  

Dat weern doch noch gode Tieden, as dat olle Dampradio de Fieravernd moi maakt hett. Bi een Beer oder bi een Glas Wien kunn man in Kreis van sien Familie je na Hang un Mög sien Hörgewohnheid nagahn. Well Klassik leev harr, lüster de Klangen van de groten Mester oder man hör de daarmals  noch nich so schraad Popmusik. Un de Volksmusik wordt bloot in ganz lütt Maten anboden.

 

Well van de Musik nich so veel hollen dee, de hör anner Saken, to`n Bispeel Vördräg ut de Buurderee: „De Geföhlen van de Koh bi`t Melken“. Oder well naturwetenskupps interesseert weer, de hör sück de Vördrag an van Professor XV över`t Thema: „De Inwirken van de warm Golfstrom up de Bregen van de Blattlüs.“ Jeder Gefallen wordt ungestört Tohören todeel.

 

Daar keem een Dag, daar hebbt klook Facklü ut de Werbebranche rutfunnen, dat sück över dat Medium "Radio“ so mennig Waar düchtig to`n Verkoop uprieten leet. Ut de Sicht van vandaag weern de Lü daarmals bescheden. De Werbung sprook de börgerlik Huushollen an un pries de Waren bloot för de dageliks Gebruuk an. Üm de Upmarken to maken weer meesttied een langtrucken „Jaa“ dat Signal  för de Effekt van de Werbung docht. Daar gifft´d  twee Bispills:

>>>Willt Se Ehren Keerl in een good starkmakten Hemd presenteren, bruken Se Stievsel Cementa“!! Jaa!! Cementa bloot echt mit dat grode  C.“<<<

Oder

>>>Een gode Schlaap ist een heel wichtig Bestanddeel van Ehr Vermaak. Ok Ehr Leevdeleven finn een neei Updrifft up uns Qualitätsmatratz „Hoppsassa“ Jaa!! Wählt Se de Qualitätsmatratz  „Hoppsassa“!! <<

 

Bi sükse Werbeslogans hebbt vandaag bloot noch de ganz debile Senioren een Gniffeln över. Tüskenin hett de Flimmerkist dat fertigbrocht, ut de Familie een Halvkreis to maken. De Kiekkasten steiht up anner Sied un hett sück de Werbung annohmen. De Werbefacklü sünd so driest un sünd ni verlegen, de Waren knallhart antopriesen. Hör Geschäft is ja, un daarför kriegt se ok veel Geld, de Kieker to verführen. Vör kien Beriek van`t Olldag holt se still, se schrickt nich maal vör de Intimsphäre van de Lü torügg. Ohn Rücksicht up de Gemütslaag un Stimmung griept se in. Wi hebbt dat noch in`t Gehör, as Domingo un Pavarotti sungen: „Nun sterb ich in Frieden“, daar gleu uns al de Moors van een Baby ut dat Billerfenster tomöt. De glückerk jung Moder –natürelk is se tofällig Kinnerkrankenswester- klaart de sück wunnernd Tokieker up, dat bloot de Schieteldook van de Warenteken „Popofein“ dat Kind glückerk maakt.

 

Dat gifft nix, wat de Kritiklosigkeid van de Fernkiekers mehr strapazeert, as dör de Fernsehwerbung. In hör Angebood wordt nix utlaten, kien Land, kien Eerdeel, kien Gelegenheid, kien Emotion. Daar swemmen jung Lü dör dat kolle Ieswater in de Arktis, üm de Qualität van een Bankgrupp to bewiesen. In de sannig Wüst wordt de Qualität van Haarplegtüg för de Froolü demonstreert. De Sahara moot ok för Jeansbüxen un ok för Beer henhollen. För wu bregenverklemmt hollen de düchtigen Verstandakrobaden uns, wenn se de Qualität van een Auto an de Fahrmanöver up een Iesscholl oder up een Dack van een Hoghuus gewahren schullen?

 

Dösig sabbelnde Mediengrötten priest de unnatürelk lila Koh oder wiest daarup hen, wenn man utstarvende Tieraarden ut Nood helpen will, doch lever de Bonbons „Lutschi“ eten schall. Well is egentlik mehr dösig, de Finner oder de Fernkieker van dit dumm Tüg? Nich maal veel Malör respekteeren de Ogenverkökeler. Wu kann`t angahn, dat de Familienvader jüst in de Moment bi Gladdies sien Been breckt un de Vertreder van de Versekern in glieker Tied bi hüm to Besök is? Hier wurdt een Malör to een Glücksfall! Dat kunn ja ok noch veel slimmer brocht wurden:

>>>De Kerl is dood, de Witwe guffelt,

Geld de Allianz up`t Konto schuffelt<<<

 

Wi fraagt uns, wu lang schall dat noch dürden, bit de Gemödsakrobaden sück ok up uns letzt Station van uns Leven bemaakt un de Karkhoff för hör Reklaams utnützt. De Gemödslaag van de Truurde kann man so moi in een golden Geldstück ümdreihen. Wi köönt uns vörstellen, wu de Inschrift up een Grafftsteen utsehen kann:

       „ Hier ruht der Rentner Hühnerkreis,

       er hatte Zähne blendend weiß.

       Er putzte noch mit 80 Jahr

       die Zähne stets mit Dentaklar.“

 

       oder

 

       „Hier unten liegt Mathilde Tropper,

       liebte Reinlichkeit wie Meister Propper.

       Wusch selbst die schmutz`gen Schürzenkittel,

       mit Clementinen`s teuren Weichspülmittel.“

 

       oder

 

       „Dies Grab gehört Familie Heinziger,

        darinnen ruht kein Einziger .

        Der Wunsch nach Tochter und dem Sohne

        blieb unerfüllt, sie brauchten stets Kondome.“

 

Dat is nich oftosehen, wat uns van`d Fernsehen noch all anbeden wurdt. Dat een steiht fast, well up dat

Werbefernsehn rinfallen is,

 >>>de gifft Geld ut, wat he nich hett,

 >>>köfft sück Saken, wat he nich bruken moot

 >>>üm Lü to imponeren, de he nich lieden mag.

 

Well up de Fernsehwerbung rinfallen is, land faken

>>>up de Schüldnerlist,

>>>in`t Kittjen,

>>>oder ok in`t Irrenhuus.

 

Goethe hett vör 200 Jahren schreven:

 

„Dumm Tüg kann man veel snacken,

man kann dat ok schrieven,

dat kann weder Liev noch Seel doodmaken,

all wordt bi`t Ollen belaten.“

 

„Dumm Tüg vör de Ogen stellt,

hett een magisch Recht.

Wiel dat dat Oog fasthollen deit,

blifft de Geist de Knecht.“

 

 

Hett Goethe nich Recht hatt?

 

 

Gottfried Ladenthin

 

In`t Plattdütsch sett: Rudi Rabe

 

27.04.2008


© 2008 Gottfried Ladenthin Veröffentlicht: 05.12.2008 um 13:18:16 Uhr
Dieser Text wurde 7475 mal gelesen.

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