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Sülvst Schuld, wenn`t langwielig word

 

Dat gifft ja een Seggwoord dor heet dat, dat de Minsk een Gewohnheitsdeer is. Wenn man sük so ümkickt in de Welt, in de Gemeenskuppen un in de Veranstalten, denn kunn dor ok woll wat dran wesen. Dor kann man immer weer beobachten, dat enige Lü alltied up de sülvige Stee sitten, stahn of lopen. Bi de Arbeid is dat ja richtig. Dor mutt elk immer an sien Platz wesen. Aber mutt man in Kaark alltied in de sülvige Bank sitten? Dorför gifft dat doch kien Grund, denn de Pastor is doch in jede Bank to hören.

 

Geihst du in`d Swemmbad to „Wassergymnastik“, denn pultern de Lü noch eerst al wat dörnanner. Kummt aber de Therapeut, de dor för sörgen will, dat de Lü hör Knaken richtig bewegen, denn kannst drup an, dat jeder an de Stee wüppt un springt, wor he dat lesde Maal ok wüppt hett.

 

Bi dat Fröhstück in`t Vereinsheim kennt jeder jeden. Trotzdem sitten alle immer up de selbe Stohl, so dat man immer de glieke Platznahber hett un moit maal annerseen. Wenn alle Platz nohmen hebbt, denn kann man blind uptellen, well wor sitt. Dat is nettgliek, of dat een Teenamiddag, een Karnevalsfier of een Wiehnachtsfier van`d Karkenchor is.

 

Dat is nich to begriepen, mutt aber doch wat mit de Gewohnheit to doon hebben. Villicht stammt so een Gewohnheit noch ut de Schooltied, wor de Kinner ok meesttied een fasten Platz hebben. Man sull aber doch menen, wenn man alle Daag sien Fründin, sien Brör, sien Arbeidskolleeg of ok sien egen Keerl dropen deiht, is dat doch völ interessanter, maal bi annerswell to sitten. Denn kummt nämlich een völ anner Proot togang.

 

Fohrt man mit de Bus un will sük nett daallaten, kummt een Stimm van Sied: „Hier sitt mien Süster!“ Denn kann man bloot smüstern, denn de Froo weet ja gor nich, wat se al för Neeis gewohr worden weer, wenn se nich tegen hör Süster seten harr. Aber de bi de Gewohnheit blieven will, mutt dat sülvst weten. Man denn hett he ok sülvst Schuld, wenn dat langwielig word.

 

To`n Smüstern is dat aber nich, wat Wilma passeert is: Se harr sük overreden laten, mal an een gemütlichen Namiddag bi een Seniorengruppe deeltonehmen. Se weer fröh genoog dor un völ Stöhlen weren noch free. As se sük tegen Henni hensetten de, see de an hör: „Hier sitt Brigitte!“ Wilma stunn up un gung een Stohl wieder. Rita, de hör tegenöver seet, see: „Dor sitt Gerd egentlik immer!“ Wilma keek temelk raadlos üm sük un dochte: „Sull hier jeder sien faste Platz hebben?“

 

Denn sach se Anna an anner Sied sitten. Se zuckelte na hör hen und froog ganz vörsichtig: „Is disse Platz noch free?“ Anna truck bedurend mit de Schullers un meent: „De beiden Stöhlen mutten för Sini un Helmut blieven.“

„Na denn!“, meent Wilma, sloog hör Taske över de Schuller un gung na Huus. Se is dor noit weer hengahn.

 

Agnes Ammann, Rhauderfehn

21.10.2010

 


© 2010 Agnes Ammann Veröffentlicht: 21.10.2010 um 15:21:32 Uhr
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