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Fischhannel up See
(Die Schreibweise des Autors wurde unverändert übernommen)

 

Disse lütte Begäbenheit möt upschräben warden, wieldes dat süss vergäten warden künn. Un dat wier man schaad.  För sonne Saaken hemm de Lüüd up See hüüt keen Tied miehr. Se sünd bloß noch een poor Stuunnen in`n Haben un up See sehn se  to, dat se so flink as möögllich wedder to Haben kamen.  Un in de geliehrten Böker von de groten Ökonomikers steht von disse Oort Fischhannel  ok nix in. Dat wier sonn` Ort von Naturalienhannel. Dorvon verstahn se  rein gor nix.

 

Up een Küstenmotorschipp, ook Kümo nöömt, dat in de söbenziger Johren von Rostock ut in de Ostsee ünnerwägens wier, fohrte een Kaptein, de giern Fisch eet. Dat is nix Besonneres, väle Seelüüd äten giern Fisch. Öwer up dissen Kümo, „Nordstern“ hett dat Schipp heeten, dor wüsst de ganze Besett good Bescheed dormit, wie se mit Fisch ümgahn müssten.  An`n Abend vör`t Utloopen ut Rostock harr de Oll all seggt, dat he Aptiet up Fisch harr. Annern Morgen, wi  harrn man grad den Lüchtturm von Warnmünn achterut, wüsst jederein an Buurd, wat he to doon harr. Ok bi disse Arbeid wier de Bootsmann de Boss. As ierstes haalte he ut sine Farwenlast eenen grooten, ut Sparrholt utsaagten Fisch ruut. De wier mit roode Signalfarw anmalt un deente as Teeken för eenen Fischersmann, dat de Besett Fisch hemm wull. 

 

As wi nu den iersten Fischer to sehn kriggten, dat wier `n schwedschen Kutter, dunn stellte sik een Matros dormit in de Nock un schwenkte em. Dat wohrte denn ok nich lang un de Schweden wüssten, wat anleeg. Kutter un Kümo löpen sachten upenanner to un blewen so in poor Meter Awstand biliggen. Nu künn de Hannel losgahn. Bi uns  würr `ne Buddel Köhm hoch hollen, up den Kutter wieste de Fischer `n Dösch un `n Korw. Dat süll bedüden: Een Buddel gägen eenen Korw Dösch. Koppnicken up beide Sieden, dat wier so good as een Handslag, de Hannel wier afslaten. Nu keem de Schmietlien to uns röwer, dröben würr de Korw mit Dösch  anbändselt,  bi uns würr treckt, up den Kutter würr stief hollen un fixing zappelten de Dösch bi uns an Deck. Fisch rut, Buddel rin, Korw wedder trüch.  Dat sülwige Manöwer keem denn noch mal mit `n Korw vull Hierings. Noch mal Koppnicken to`n Afschied, denn wier na fief Minuten de ganze Hannel afmokt.  Goodes Geschäftsklima, seggt man hüüt dorto. Beide Sieden wiern tofräden. Kutter un Kümo güngen wedder up ehren ollen Kurs.

 

Bi uns füng de Arbeid nu an. Rökertunn un Holt leegen all klor, Füer würr in de Tunn anmokt, de Fisch utslacht un deelt. Eenen Part Hierings un de Dösch ahn Kopp un Steert kreeg gliek de Kock to`n Braden un Kaaken. He kennte sik ut mit Fisch. De annern Hierings un de Steerts von de Dösch keemen in de Tunn  to`n Rökern. De Steerts müssten so inbändselt warden, dat se mit de Floss na ünnen in de Tunn hängen künnen. So künn dat Fett nich ruutdruppen.  „Is bäter för den Geschmack“, wüsst de Kaptein, de ok mit an Deck stünn un Steerts inbändselte. Na`n poor Stunn in`n Rook wieren de Bücklings un de Dösch good.    

Wat is noch to vertellen? To`n Middag geew dat gekaakten Dösch mit Solttüffel un Dillsooß, schmeckte großorrig. De Bücklings un Dösch wieren för dat Abenbrot dacht. Öwer wer wull, de künn twischendörch ok all mal prowen. „Öwer nich to väl von de frischen Bücklings äten,“ säd de Boss to de Niegen an Buurd, „süss kriggt ji de Schieterie dorvon. Öwer liekers bleew an Abend nich mihr alltoväl öwrig, alls harr Aptiet up den Rökerfisch.      

Is man schaad, dat disse Ort von Hannel hüüt up See woll nich miehr to finnen is. Na, wi willen  man de ollen Tieden nich hinnerherjammern. Öwer schmeckt hett dat good! 

 

Hans-Hermann Prager, Warnemünde

26.10.2010


© 2010 Hans-Hermann Prager Veröffentlicht: 27.10.2010 um 11:04:00 Uhr
Dieser Text wurde 9653 mal gelesen.

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