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Opa Steding

(Die Schreibweise der Autorin wurde unverändert übernommen)

 

Jo, dat wor em, min Opa Steding. En oll Mann ut de Nobaschaft. Alleen un 93 Johr old.

Em wor fründlich to aller: God Dach, beste Fru, Wo geit, wo steit? Em wor jo dat, wat Frunslüt en „statschen Kerl“ nomen deit. Över 2 m grot, longe, op sine brede Schuller fallend wite Hoor und en imponerenden „Kaiser-Wilhelm“-Baart. Ahn Knurrenstock un helt oprecht gohde em nah’n Bäcker un avhold sine Rundstücke un en Keesbladd. En dags, ick wor 4 Johr, stohde em vör oss lütten Gaarn un frogde: „Kann ick  rinkommen, lütte Deern?“

 

„Jo“, hebb ick secht to em. Un do satt vi nu op en Gaarnstool un eet en von sine Rundstück, mhhh,  med fine Leverworst drupp. Dat hett dat nie nich geven bi oss. Un as he geit, secht he to mi:“Kick mol in, min Lütten“.

 

Jo, de wor en Freud west!! Ick wor alle Dage op in sin lütten Stuv inne Amandastroot in Hamborg- Eimsbüttel un satt op sin Knee un Opa sang en Singsang:

 

Soss, soss, soss Zigarrn für’n Grosch,

Zigarr’n, Zigarteen, Tabak för de Pip,

Ahns rin, in de Epa-Tüt.

 

Dat wor en Spooss, vun dem ick nich nok kregen kun.

 

Nu wor det west an min 5. Gebordsdag. Un da kum Opa Steding no mine Modder – Fadder hebb wi nich haft-, un frogd, ass he kunne ”sine lütte Deern” nich inloden to Hagenbeck’s Tierpark. Jo, het min Modder secht. Un so tog vi los. Mine lütte Hand in de grote Hand von min Opa.

Den Vech wor lang – för mei. Ers med Per un Wag nun denn – jo, denn med de U-Bahn bit Niendorf. Ick wor helt opregt. Nemols wor ick  wech vun to hus, un nu so en wiet vech!!

No den Löwen, Arpen un all de anner Veih!

 

Un nu wor vi ankommen, in Hagenbeck’s Tierpark. Opa gev sick Möh un läs dat i Hoochdüütsch: Ha g e n b e c k’s T i e r p a r k. Achter den vi hebbt seiht de Löwen, wor ick hungrig west.

 

Vi satt os op en Bank un Opa utreppel en grot Paket med Rundstücke. Wedder med fine Leverworst un Teeworst drop. Un ick har satt op sin Knee un Opa sang:

 

Klöb’n, Klöb’n, söben vergammelde Klöben,

wenn ick dree verleer, hebb ick immnoch veer,

von de söben vergammelden Klöben!

 

Un em sang ock:

 

An de Eck steit ‚n Jung med’n Tüddelband,

in de anner Hand en Botterbrod med Käs,

wenn em blot nich med de Been in tüddel kummt,

un do lecht hei ock schon lang op de Näs.

Un hei rasselt med’n Dassel nohn Kansteen

Un hei bet sick ganzgehörig op de Tung,

As hei opsteit  secht hei: „ Hett nich weih don“,

Dat scha’n Klacks für’n Hamborger Jung……

 

Min Opa, keen en sunst. Ick hebbt em as Opa „adoptereet“. Ick wor mest 6 Johr, do schall ick no en anner Familie in en fremde Land, - no Schweden – jo, man ihl min Opa wull ick narmswo hen.

Man, ick mot. No 9 Johr bün ick weerkommen, un Opa wor 104 Johr. Wat en Freud, em so to sehn!! Den statsche Kerl, grot un ahn Knurrenstock.

 

Em stürv med 105 Johr an sin Gebordsdag, den 10. Mai 1965.

All de Kinnertiedserinnerung, jo de steit in min Kopp – inprägt – vör alle Tied.

 

Britta Reinert, Nordschweden

30.01.2011

 

 


© 2011 Britta Reinert Veröffentlicht: 30.01.2011 um 09:26:36 Uhr
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