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Maientied

 

Maidag is, nu is't sowied,

grön sünd Wischen, Feld und Au.

De Sünn van' n blauen Himmel schient,

up't frische, natte Morgendau.

 

De Leverke sük to'n Himmel schwingt,

Störk un Swulbkes sünd al daar,

de Nachtigallens Leed erklingt,

mit Melodien hell un klaar.

 

De Specht an drögen Boom kloppt,

dat Kitz fiept an'n Waldesrand,

van wieden her een Kuckuck röppt,

dat is een vullen Maienklang.

 

Dat bloiht de Bodderblomen,

de Karsken un de Appelbööm,

allens is in't Wassen komen,

wu is de Mai doch schön.

 

Geneet de Wonnemaant Mai,

wenn all de bunten Blomen duft,

in Holt un Feld un up de Heid,

geneet de söte Maienluft.

 

O Minsch, wat is dat vör ne Freud,

maakt Ogen, Ohr und Hart ganz wied,

wenn allens wasst un grönt un bloiht,

to de schöne Maientied.

 

C. Fr. Bautsch

23.04.2012

 


© 2012 Carl Fr. Bautsch Veröffentlicht: 01.05.2012 um 11:44:29 Uhr
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