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Spektokel in Warnemünde

Die Schreibweise des Autores wurde original übernommen



Agnes un Jan weern opp`m Wech no Warnemünde, genau gesecht non Warnemünder Hoff. Jan har von sine Arbeitssteh en Jubilar Urlaub spendeert kregen. De Affort Rostock wiste das drochbore Telefon noch an, dann gung nix mehr. Warnemünde, genau gesecht denn Warnemünder Hoff, funn dat Navi nich. Öberall wern disse Plokote for de Europawahl. Grodopnomen von use Mutti un denn Bewarver for dat böberste Amt in Europa wern öberall to sehn. Jan för nu no sin Instinkt, irgendwie mossen se in Warnemünde linker Sit rut förn. Eene halv Stunn loter harn se de Bettenborg errikt.

Bit anmellen an de Rezeption stunn an de linke Sit, achter de utlegenden Appels for de Gäste, en Kirl mit een verspegelte Sunnenbrill. Jan dach noch, opp de woll een vont hiesige Daagblatt is. De kritzelte irgendwatt in sin Ei-Päd rin. Mehr krech Jan nich mit, de Formalitäten bin Empfang nähmen em full in Anspruch. Annern Morgen wer een tosomenkomen mit de annern Jubilare ansecht. De Chef vont Hotel gäve eenen lütten Indruck woller, von dat wat se to erworn harn. Kontakt mit de annern Jubilar-Kollegen käm dobi nich to stann. De Reporter vonn Vordach schlek buten oppe Deel vorbi, woller ha he disse Brill opp. Agnes kunn noch sehen, dat he ok son Knopp in Ohr har, mit een Mikrofon ton sabbeln, drohtlos versteit seck. Agnes dach furs an de Teddybaaren ut ere Kindheit, wo de Baaren ok immer in Knopp int Ohr han.

Aan dridden Dach fung seck Jan eenen in. Finster wiit open, denn Achtersen utte Bettdeck hollen un dobi slopen. Anner Daach kunn he fast nich mehr grode lopen, „absolute Verspannung“ see de Knokendotor. „Muss warm holen, am besten inne Sauna gohn. Hier häs noch een por Pillen, helpt gegen de Pien“. Dissen Dach vertreben sick de beiden Urlauber dormit, no Usedom to schesen. In Heringsdorp ankummen, gau een Ies eten un woller trogüs int Hotel. Jan har fürchterliche Pin ann Puckel. Woller een por Doch loter, dat wer intwuschen Fredach, vertreben sick Agnes un Jan de Tid dormit, Warnemünde mol av to schecken. Agnes kek seck grode innen Sunnschutzspegel int Auto ehr Hoor an un rückte allens trecht, as se in Spegel achter sick een schwarten Mercedes to sehen krech. Dat grode „B“ for Berlin kunn se grode noch utmoken, dor scherrte de Wogen no rechts av un wer nich mehr to sehen. „Du Jan, eck glööv, de komische Kirl ut Hotel wer eben achter us. Möt wi von Nobend mol drop achten, op de noch dor ist un mit us in de grode feine Winnergorn sitt.

De Sünn stunn fast senkrecht boben annen Heben, eenundörtig Grod stunn bin Klockschooster ant Thermometer. „ Kum, lot us eene Habenumfahrt moken“, gesecht un mokt. Dor weern natürlich noch nich genooch Touristen anne Pier, de Fort gung een halv Stunnen loter los. Warnemünde mol vonne Watersit, wer ganz passerlich – een grode Kranboer har dor sin Fabrikgelänn mit Ostseetogang, man har een Blick no de hohe Düne ob guns Sid von de Warne und de Habenumfahrt käm ganz dicht bi son Krüüzfohrtschipp, een von de AIDA, vorbi. För denn Sünnavend, so stunn dat in Prospekt vont Hotel, schull bi dissen Damper een grode Habenfier stattfinnen. Funt Habenrundvorschip wer de Kirl mit de Sunnenbrill to sehen. He wer grod dobi de Pier bit Krüüzfohrtschipp av to lopen. “Dammi noch mol, wat hätt de bloß vorne Funktion. De hätt doch wat vo, so veel Kunkelee wi de bedrift“? Dat Rundvorschip wer natürlich witer fört und de kunkeleege Minsch wer nich mehr to sehen. Bi Agnes un Jan käm de Wunsk op, ok mol mit so een Krüüzfohrtschipp mit to förn.

Tags drop, Sünnavendnomittag, schull dat no Hohe Düne gohn. Dat Navigationsdel int drochbore Telefon wiste duernd denn Wech innen Haben von Warnemünde. Allens good, nur no rechts avbegen gung nich, dor harn se een Rick vorbot. De Fähre no Hohe Düne kunnen se sehen, nur henn kämen se dor nich. Fazit: Navi ut un woller no Geföhl förn. Five Minuten loter weren Agnes un Jan op de Straat ton Fähranleger. „Einordnen“ stunn op een Wechwieser. Dor stunnen woll foftein schwarte Limosinen, deelwis mit veel Blaulicht. Also achtern anstellen un mit denn Moors vont Auto öber eene witte dörtrocken Linie ton ston kummen. De Polizist in een vorbi förnd Schupowogen schüttelte missbilligend denn Kopp. Tein Minuten loter passerte immer noch nix. De Schlang ob de „Einordnungsspur wor nich korter, ovwohl all tweemol Autos vonne Fähre runner kämen. „ Dor stimmt doch wat nich“, reep Agnes, „eck kik mol no wat dor los is“…. „Los, runner von dissen Stripen“, käm Agnes anjachtert, „dat is een Parkstripen, de „Einordnen Spor“ beginnt hunnert Meter witer“.

 Över Luutspreker kun man hören, dat een wichtige Politiker Warbung for de Europawohl mokte. Dat schallte von de Schippwand der AIDA good röber. De dütsche Bewarver, Martin Schulz, for dat böberste Amt in Europa schnakte. Ha he seck good öberlecht, Habenfir vonne AIDA, mehrere dusend Lür anne Pier, de tohörn mossen. Dat wer woll de Wolkampsluss-Kamauk. Um dat vorwech to nehmen, holpen hätt em dat nix, dat Rennen annern Dach  um dat böberste Amt gewunn de  Politiker ut Luxemborch, Jean-Claude Juncker.

Obends an dissen Sünnavend gung Jan inne Dampsweetkamer vont Hotel. Dat duerte keene five Minuten, do käm dor een Mannsminsch rin, mit een Feernkieker as Tätowierung oppm Oberarm. To eerst dach Jan, dat hätt nich jeder, een Feernkieker as Tatuu, ganz moi dörknallt, dach he, dann full em op, dat de Kirl ok noch son Knopp int Ohr har. Nu gung em een Lucht op, dat weer disse komische Kauz, de all de lezzen Dach oppfullen wär. He kek nu ganz anners ut, ohne Tüch un ohne Sunnbrill. Jan kunn nich mehr an sick holen.“ Tschülligung mien Her, sechse mol, wat hört se dor eegendlich immer for Musik? Se hävt eeren Knop vorgeten ut Ohr to nehmen! Wi hävt se de letzte Week duernd enerwegens mit son seltsom Gebaren sehn“? „Oh, bin eck doch offalen? Eck wer von de Sekerheitsbehöörde. De Schulz, disse Europaavgeordnete, wull hier innen Warnemünder Hoff öbernachen. Hät seck dann ober kortfristig anners ergeben. He is direkt ut de lesde Wahlkampfstadt no de AIDA fort un häd dor schnackt. Draff eck nu dröber schnacken, mien Arbeit ist hier beend und eck häv noch een Dach Urlaub hier int schöne Warnemünde anhangt“.

Een Stunn loter wer Jan woller bi Agnes in de Hotelkomer. „Du glövst nich wenn eck dropen häv! Usen Fründ mit denn Knopp int Ohr wer inne Dampsweetkamer. Häv eck erst gor nich kennt, he har sin Sunnbrill nich opp. Un Agnes weil du so neschirig bis, häv eck em frocht wat he hier mokt in denn Warnemünder Hoff. He vertell mi, dat he bin Geheemdeenst is un Politiker bewachen mutt. Hier in Warnemünde hätt he vorher allens ut spekuliert. Agnes häv eck dat nich good opklärt“?

Karl-Heinz Wesemann
05.06.2014




© 2014 Karl-Heinz Wesemann Veröffentlicht: 04.06.2014 um 19:54:52 Uhr
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