de-plattsnackers.de Logo!
Fotos
Trennlinie
Symbol Startseite
Trennlinie
Symbol Was ist Neu?
Trennlinie
Symbol Plattdeutsche Geschichten
Trennlinie
Symbol Plattdeutsche Gedichte
Trennlinie
Symbol Advent bis Silvester
Trennlinie
Symbol Wintergeschichten
Trennlinie
Symbol Frühlingserwachen
Trennlinie
Symbol Sommerfreuden
Trennlinie
Symbol Herbsterlebnisse
Trennlinie
Symbol Heimische Vogelwelt
Trennlinie
Symbol Historische Bilder
Trennlinie
Symbol Termine
Trennlinie
Symbol Autorenliste
Trennlinie
Symbol Wortliste
Trennlinie
Symbol Kontakt
Trennlinie
Symbol Persönliches
Trennlinie
Symbol Links
Trennlinie
Symbol Impressum
Trennlinie
Symbol Datenschutz
Trennlinie


6055807 Besucher seit Einrichtung am 15. Oktober 2007


  
  
Iesblömen an`t Fenster

Fröst un Schnee

Dezemberanfang mit veel Schnee un Fröst let mi an mien Kinnerjohrn torüggdenken. Midden van de vertiger bit bold Ennen van de füftiger Johrn harn wi hier düchdig koll Winters mit veel Schnee. Ick kun to Wiehnachten oder to Neejohr immer mit mien Schlee een Paket van d` Poststäe afholen. Uns Poststäe wär in Siebshuus bi Lammert un Kea, de ok noch een lütten Kroog dorbi harn. Kea bedeen een immer in Schluren, mit een bunt oder dunkel Schört, de se över eern stäbigen Buuk bunnen har un mit een ganz nett Lachen in eer gleunig Gesicht. Ick wär immer „eer Deern“. „Mien Deern, wullt du dien Paket afholen? Is aaber noch nich dor, kaam man mörgen eben wer! Machst woll noch `n Sahnebonbon för dien Tour na Huus hen?“

Sööt Leckereen wärn ja dormaals wat besünners un sowat lehn` n ja nich af.

To Huus wer ankaamen, muss ick doch eers mien verklömt Fööt in`n Braadobend steken oder up d` Stövken stelln. So faaken as vandaag kregen wi as Kinner kien nee Schooh un uns Fööt seten säker, wenn de Schoh bäten öller wärn, bit up letzt Ennen in de Schoohspitzen rinpresst. Man weet ja, wenn de Schooh to eng sünd, kricht `n koll Fööt oder ok krank Fööt. Dorüm harn dormaals veel Kinner ok Fröst in eer Taahnen. Ganz wenig Hüüs harn dormaals all een Dampheizung. För Törf, Brikett, Köhlen, Holt un Strüük sörgen uns Ollen, dormit wi d` enigermaaten warm harn, dat heet, as Kinner hebbt wi ok mithulpen, Törf rintoschlepen un Holt körttohauen. Ümso koller dat wär, ümso mehr word in de Obend „rinneiht“. Af un to wär dat Obendrohr ganz gleunig, dat wär denn doch gefohrvull, denn de Schösteen kun in Brand kaamen. 

In uns Köken, wor wi dörheizt hebbt, dormit meen ick, dat nachts een bit twee Brikett ünner d` Aschk gleun den, wärn uns Fensterschieben ok noch tofroren, faaken wekenlang. Ick wull immer geern een lütt Lock in de Iesblömen kraben, üm dör d` Fenster to kieken, aaber Vaader hätt mi dat verboden. He meen, dat de Schieben dorbi woll kört gungen. In uns good Stuuv harn wi ok een Obend, aaber de word man bloß to de Fierdaag oder Gebortsdaag anheizt. In uns Schlaapkaamer stun kien Obend un dor wär d` gräsig kolt. Wenn dat Thermometer wied na ünnen gung, denn wärn mörgens Ieskristalle an de Wand. Dor much `n överhaupt nich ut Bed  rut. Am lewsten noch maal een Steenhäger-Püll in d` Bed don un wiederschlaapen. Eenmaal, as ick aabends in mien Bed wull, sprung een Muus bi de Püll weg. De wus ok, wor d` moi warm wär Wi harn dormaals ok `n lütten Hund, een Teev. Wenn de in Winterdag löperk wär, denn luern een bit twee Hunnen daaglang üm uns Huus to, un mörgens harn se bi so `n schlimmen Fröst Iesjökels an `n Bort. Jungedi, wat moot de froorn hemmen.

Nu moot ick nochmaal up uns Fensterschieben torüggkaamen. Wat jeden Mörgen denn ok wer interessant wär, dat wär de Tostand van de Iesblömen. In uns Köken dauen se tiedwies noch `n bäten af. Dor mus man denn dat Dauwaater faakener afwischen un aabends word uns Jeversch Weekenblatt tüschen Blömen un Fenster klemmt as Fröstschuul för de Blömen. In de annern Stuven wärn reell dick Iesblömen up d` Schiev un ganz besünners in uns Schlaapkaamer. Eenmaal waaken wi mörgens up, Moder maak de Vörhang an d` Sied un mien Vaader un ick repen wie ut een Mund: „Kuck mal, Stalin ist im Fenster!“ Dor har doch een Iesblöm so `n Utsehn as de dormaalig Politiker ut Russland, van de dormaals all Daag wat in d` Blatt stund un dormit ok sien Bild. Vandaag har `k dat sofort mit mien Fotoapparaat upnaahmen All dat is woll een Teken, dat `n öller word, wenn `n dit Besinnen ut de Kinnertieden as mit `n Feernglas in dien Kopp treckst. Aaber dat is ok moi, so könt wi disse Tieden ok wer an uns jung Lü wiedervertelln, de sick denn säker doröver kloor sünd, wuveel bäter dat een oder anner vandaag doch is.

Christa Arntz   

27.12.2007                                              


© 2007 Christa Arntz Veröffentlicht: 05.12.2008 um 13:18:16 Uhr
Dieser Text wurde 12347 mal gelesen.

Diese Seite: Weiterempfehlen - Drucken


Footer

Diese Homepage wurde realisiert durch die Event- und neue Medien GbR. (Admin)