Historisches Bild

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Wild brusend Meer  

Avenddämmerung över´d Meer,
an´n Himmel rode Wulkentörns, 
blots de Horizont is grau un leer, 
bold treckt de Nacht rin mit Storm.

In´n Tweelucht törnd sik de Wellen,
so as grote, sülvig Gestalten, 
de sik vernegen un terschellen, 
un in´n Strandsand wild schümend hollen. 

In de Finsternis wogt sik dat Meer, 
as een wild brusend Macht,
Wogen heevt un senkt sik swaar, 
susen luutstark bit deep in´e Nacht.

Later, as wenn gaar nix wesen,
verstummt dit Brusen un Ruschen, 
dat Meer is still, vun´n Storm geneten,
wiel Getieden – ehr Daarsien uttuschen. 

© Horst Rehmann

Wildes tobendes Meer

Abenddämmerung über dem Meer,
am Himmel rote Wolkentürme,
nur der Horizont ist grau und leer,
bald zieht die Nacht herein im Sturme.

Im Zwielicht türmen sich die Wellen,
wie große, silbrige Gestalten,
die sich verneigen und zerschellen,
und im Strandsand wild schäumend halten.

In der Finsternis wiegt sich das Meer,
wie eine wilde, tobende Macht,
Wogen heben und senken sich schwer,
seufzen lautstark bis tief in die Nacht.
 

Später, als sei gar nichts gewesen,
verstummt dieses Toben und Rauschen,
das Meer ist still, vom Sturm genesen,
weil Gezeiten – ihr Dasein tauschen.
 

© Horst Rehmann

26.03.2022